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Barrierefreies Internet bezeichnet Web-Angebote, die von allen Nutzern unabhängig von körperlichen oder technischen Möglichkeiten uneingeschränkt (eben barrierefrei) genutzt werden können. Barrierefreiheit schließt deshalb sowohl Menschen mit und ohne Behinderungen, als auch Benutzer mit technischen (z. B. Textbrowser, Handy, Netbook) oder altersbedingten (Sehschwächen usw.) Einschränkungen sowie Webcrawler ein, mit denen Suchmaschinen den Inhalt einer Seite erfassen. 

Mit dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) hat der Bund Regeln zur Herstellung von Barrierefreiheit in der Informationstechnik für seine Verwaltung gesetzt. Damit ist die Bundesverwaltung verpflichtet, ihre öffentlich zugänglichen Internet- und Intranet-Angebote grundsätzlich barrierefrei zu gestalten.

Eine entsprechende Rechtsverordnung (Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung – BITV) regelt die Maßgaben hierfür. Grundsätzlich richtet die BITV sich nur an Einrichtungen des öffentlichen Rechts, die dem Bund untergeordnet sind. Es macht jedoch durchaus Sinn, die Vorgaben der BITV auch bei der Erstellung, Weiterentwicklung und Pflege anderer Websites zu prüfen.

Portale anderer Organisationen und Unternehmen sollen ja ebenfalls möglichst ungehindert zugänglich sein - auch mit Microsoft SharePoint Technologie:

Microsoft SharePoint Portale - barrierefrei und gesetzeskonform

Microsoft SharePoint bildet eine umfassende Infrastruktur für die einfache Zusammenarbeit per Internet, aber auch für Dokumentenmanagement, Wissensmanagement, Business Intelligence, Prozesse und Formulare und viele andere Aufgaben. Web Content Management ist dabei nur ein Aspekt. Barierefreiheit ist dadurch - anhängig vom zu erreichenden Grad - mit einem gewissen Zusatzaufwand verbunden und erfordert umfassende Erfahrungen. Häufig werden diese Anforderungen erst kurz vor Projektende betrachtet, was zu weiteren Schwierigkeiten führt.

Mit Layer2 wird der Aspekt der Barrierefreiheit ganzheitlich im gesamten Prozess der Erstellung, Weiterentwicklung und auch der Inhaltspflege beachtet. Designer, Templater, Entwickler und Redakteure werden von vornherein einbezogen.

Barierefreiheit ist keine lästige Pflicht sondern ein gemeinsames Ziel.

Anforderungen der BITV kurz gefasst

1. Bereitstellung äquivalenter Alternativen für Audio- und visuelle Inhalte
1.1.1 Alternativtexte für Bedienelemente
1.1.2 Alternativtexte für Grafiken und Objekte
1.1.3 Leere alt-Attribute für Layoutgrafiken
1.1.4 Alternativen für CAPTCHAs
1.3.1 Audiodeskription für Videos
1.4.1 Videos mit Untertiteln

2. Verständlichkeit ohne Farbe
2.1.1 Auch ohne Farben nutzbar
2.2.1 Grafiken vor wechselndem Hintergrund erkennbar
2.2.2 Helligkeitskontraste von Grafiken ausreichend
2.3.1 Helligkeitskontraste von Texten ausreichend

3. Korrekte Verwendung der Markup-Sprachen
3.1.1 Verzicht auf Schriftgrafiken
3.1.2 Title-Attribut für Symbole
3.2.1 Valides HTML
3.3.1 Stylesheets für die Positionierung verwendet
3.4.1 Schriftgröße variabel
3.4.2 Bei Zoom auf 200% benutzbar
3.5.1 HTML-Strukturelemente für Überschriften
3.6.1 HTML-Strukturelemente für Listen
3.7.1 HTML-Strukturelemente für Zitate

4. Kenntlichmachung sprachlicher Besonderheiten
4.1.1 Anderssprachige Wörter ausgezeichnet
4.1.2 Anderssprachige Abschnitte ausgezeichnet
4.3.1 Hauptsprache angegeben

5. Nutzung und Beschreibung von Tabellen
5.1.1 Datentabellen richtig aufgebaut
5.2.1 Zuordnung von Tabellenzellen
5.3.1 Layouttabellen linearisierbar
5.4.1 Kein Strukturmarkup für Layouttabellen

6. Nutzbarkeit ohne neuere Technologien
6.1.1 Auch ohne Stylesheets nutzbar
6.3.1 Auch ohne Skripte nutzbar

7. Kontrolle zeitgesteuerter Änderungen des Inhalts
7.2.1 Verzicht auf Ablenkung durch Blinken oder Bewegung
7.3.1 Verzicht auf blinkende oder bewegte Inhalte
7.4.1 Verzicht auf Auto-Aktualisierung
7.5.1 Verzicht auf Weiterleitung

8. Zugänglichkeit von Benutzerschnittstellen
8.1.1 Zugängliche Alternativen für programmierte Objekte

9. Unabhängigkeit der Funktionen von Ein- und Ausgabegeräten
9.2.1 Auch ohne Maus nutzbar
9.3.1 Aktuelle Position des Fokus deutlich
9.4.1 Schlüssige Reihenfolge bei Tastaturbedienung

10. Verwendbarkeit älterer assistiver Technologien
10.1.1 Verzicht auf automatische Pop-Ups, neue Fenster angekündigt
10.2.1 Beschriftung von Formularfeldern richtig angeordnet

11. Öffentlichkeit und Dokumentation verwendeter Technologien
11.1.1 Angemessene Formate
11.2.1 Verzicht auf veraltete Elemente und Attribute
11.3.1 Seiten für alle (keine Textversion)

12. Kontext- und Orientierungsinformationen
12.1.1 Frames mit Titel und Name
12.2.1 Aufbau der Frames verständlich
12.3.1 Inhalte gegliedert
12.4.1 Label mit Formularelementen verknüpft

13. Gestaltung von Navigationsmechanismen
13.1.1 Aussagekräftige Linktexte
13.1.2 Links informieren über Dateiformat
13.2.1 Sinnvolle Dokumenttitel
13.3.1 Sitemap oder ähnliche Orientierungshilfe
13.4.1 Navigation einheitlich
13.4.2 Position im Webauftritt klar

14. Förderung des allgemeinen Verständnisses
14.1.1 Einfache Wörter

Ausführliche Informationen finden Sie hier:

Barrierefreiheit mit SharePoint 2010

Mit Microsoft SharePoint Server 2010 wurden wichtige Standards umgesetzt: So etwa die Barrierefreiheit gemäß WCAG 2.0 oder XHTML als Industriestandard für Web-Entwicklungen. Microsoft hat akzeptiert, dass es neben dem Internet Explorer auch andere Web-Browser gibt wie zum Beispiel Firefox oder Safari - sie werden (nahezu) vollständig unterstützt. Die parallele Pflege von mehrsprachigen Inhalten wurde stark vereinfacht und - besonders erfreulich - auf alle relevanten Bereiche (Benutzeroberfläche, Navigation, Menüeinträge, Listen- und Bibliotheksfelder) ausgeweitet. WAI-Konformität ist jetzt out-of-the-box möglich. Die Erfüllung der Anforderungen der BITV setzt aber nach wie vor einiges an Erfahrung voraus.

Barrierefreiheit durch SharePoint Erweiterungen: Accessibility Foundation Module (AFM) für SharePoint

Eventuell nicht konforme Ausgaben können in SharePoint durch zusätzliche Controls überschrieben werden. Diese Verfahrensweise ist bei SharePoint 2007 abhängig von den Anforderungen teilweise erforderlich, um weitergehende Anforderungen der Barrierefreiheit vollständig zu erfüllen. Microsoft Partner bieten solche Tools und Controls an, z.B. das Accessibility Kit for SharePoint (AKS) oder das Accessibility Foundation Module (AFM) für SharePoint. Layer2 arbeitet eng mit den jeweiligen Anbietern zusammen, um die Anwendung auch für die spezifischen Anforderungen der BITV sicherzustellen.

Leistungsmerkmale Accessibility Foundation Module (AFM) für SharePoint:

  • Umsetzung der Anforderungen des World Wide Web Consortiums (W3C) sowie der Web Content Accessibility Guidelines 1.0 / 2.0 priority 1 und 2 (WCAG 1.0 / 2.0 AA Richtlinien)
  • Automatische Zuweisung von Beschriftungen und Sprungmarken (Labels) an Controls (z.B. für Suchfeld)
  • Automatische Zuweisung von ALT-Texten zu Grafiken
  • Tabellen werden entsprechend Accessible Rich Internet Application Spezifikation (ARIA) gekennzeichnet, falls sie nur der Präsentation dienen
  • Erforderliche Felder in Formularen werden entsprechend Accessible Rich Internet Application Spezifikation (ARIA) automatisch gekennzeichnet
  • Änderungen der Textgröße ist direkt im Internet Browser möglich
  • Drop-Down Menüs sind komplett über die Tastatur bedienbar
  • IFRAMEs werden mit beschreibenden Texten versehen
  • NOSCRIPT tags werden automatisch hinzugefügt für Seiten, die JavaScript erfordern

Was ist in Accessibility Foundation Module (AFM) für SharePoint enthalten:

  • Auslieferung als SharePoint Feature (WSP)
  • Installationstool für die Grundfunktionen
  • Visual Studio Solution für das Deployment von barrierefreien Master Pages mit den zugehörigen Style Sheets
  • Visual Studio Solution zur Erzeugung von Control Adaptoren (XPath) und Regular Expressions für die einfache Integration von Compliance Sheriff für SharePoint (s.u.)
  • Optionales Modul zur Integration von Compliance Sheriff für SharePoint um Entwicklern die Umsetzung von Vorgaben der Barrierefreiheit in eigenen Code oder Web Parts zu erleichtern

Sicherstellung von Barrierefreiheit und Compliance im laufenden Betrieb mit Compliance Sheriff für SharePoint Server 2007 / 2010

Barrierefreiheit und Compliance ist keine Anforderung, die mit der erfolgreichen Prüfung und erfolgten Abnahme des Systems durch den Kunden ein für alle mal erfüllt ist. Die Einhaltung der einmal gesetzten Standards muss ständig überprüft werden:

  • Automatische Inhaltsprüfung über einen zusätzlichen Schritt beim redaktionellen SharePoint Inhaltsfreigabe-Workflow
  • Periodische Prüfung der Webseiten durch Inhalts-Scans (Crawler) mit ausführlichen Berichten zum Grad der Erfüllung sowie Änderungsvorschlägen 
Microsoft Partner bieten dazu zusätzliche Tools an, z.B. den Compliance Sheriff für SharePoint 2007 / 2010.

Dabei werden Inhalte werden nach zahlreichen Regeln hinsichtlich Kompatibilität zu

  • US Section 508 und abgeleiteten Standards,
  • WCAG 1.0 / 2.0,
  • Common Look & Feel (CLF),
  • XML Accessibility Guidelines (XAG),
  • Qualität der ALT-Texte, usw.
geprüft und entsprechende Änderungen vorgeschlagen bzw. Berichte erstellt. Zusätzlich können auch Compliance Prüfungen durchgeführt werden. Beispielsweise zu:

  • Konformität zu Datenschutz-Richtlinien
  • Respekt der Privatsphäre der Besucher

 

Layer2 Referenz: Barrierefreier Internetauftritt einer führenden deutschen Krankenhauskette mit Microsoft Office SharePoint  Server 2007

Kunde

  • bekannte deutsche Krankenhauskette
  • im Auftrag von und in Zusammenarbeit mit HanseVision GmbH 

Projektbeschreibung

  • Internetpräsenz einer Krankenhauskette
  • Barrierefreier Internetauftritt nach BITV
  • Umsetzung Gestaltungsrichtlinien (CI/CD) für Internet
  • Mehrere 100 Seiten
  • News
  • Pressebereich
  • Downloads
  • Kontaktformular
  • Inhaltspflege durch die Mitarbeiter, Genehmigungsworkflow - dadurch stets aktuelle Informationen für die Besucher
  • Suchfunktion
  • Websitestatistik

Software

  • MOSS 2007
  • Microsoft Visual Studio 2008,
  • Microosft .NET Framework 3.5

       "Barrierefreiheit ist keine lästige Pflicht, sondern das gemeinsame Ziel aller Projekt-Beteiligten über alle Phasen hinweg, auch nach der Inbetriebnahme des Portals."

Sind Barrierefreiheit und Compliance beim Einsatz von Microsoft SharePoint ein Thema für Sie?
Wenn Sie mehr über Barrierefreiheit und Compliance beim Einsatz von Microsoft SharePoint erfahren wollen, kontaktieren Sie unsere Experten. Gern stellen wir Ihnen Layer2, unsere Erfahrungen und Reeferenzen sowie die Lösungen unserer Partner bei Ihnen vor Ort vor. Kontaktieren Sie uns jetzt per Formular , per E-Mail an sales@layer2.de oder rufen Sie uns an:
Tel +49 40 284112-10
News

Mitarbeiterportale – Kostenloser Einstieg für KMUs mit Microsoft SharePoint Foundation 2010

Einführung der kostenfreien Microsoft SharePoint Foundation 2010 als Einstieg zur Organisation der Zusammenarbeit der Mitarbeiter für KMUs.

SEO Toolkit zur kostenfreien Suchmaschinen-Optimierung für Microsoft Web Content Management (WCMS)

Mit einer neuen Erweiterung des Microsoft Internet Information Servers IIS7 können Webseiten, die auf Microsoft Web Technologie basieren, kostenfrei für Suchmaschinen wie Bing oder Google optimiert werden.
Ansprechpartner

Robert Dräger, Geschäftsführung, SharePoint Consultant

Robert Dräger, Geschäftsführung, SharePoint Consultant +49 (0) 40 28 41 12 - 10 info@layer2.de

Downloads

pdf Image10 Gründe Microsoft SharePoint Technologie einzusetzen

Microsoft SharePoint Technologie bietet Funktionen für Intranets, Extranets und Webanwendungen im gesamten Unternehmen auf der Basis einer einzigen integrierten Plattform.

pdf ImageLayer2 Pressemitteilung (18.10.2009)

Web Content Management mit Microsoft SharePoint: Öffentliche Unternehmensportale jetzt 30% günstiger

pdf ImageLayer2 Pressemitteilung (27.10.2009)

Layer2, die SharePoint Experten aus Hamburg, konnten neue Kunden für den Einsatz von Microsoft SharePoint nicht nur im Bereich Zusammenarbeit sondern auch für das öffentliche Unternehmensportal gewinnen. Durch den Einsatz von SharePoint Technologie sowohl für interne Mitarbeiterportale als auch für Extranets und Internetauftritte können die Geschäftsprozesse der Kunden besonders durchgängig und effizient implementiert werden.

Verwandte Links

Beispiele: 350 Websites, die SharePoint als WCMS einsetzen

Eine Galerie SharePoint-basierter öffentlicher Websites. 

Computerwoche berichtet über Layer2 SharePoint Erweiterung BDLC

Unter der Überschrift "Reibungslose Geschäftsdatenintegration" berichtete die Computerwoche über SharePoint Erweiterungen von Layer2.

Jakob Nielsen 2009: Mehr als die Hälfte der weltbesten Intranets setzen auf SharePoint

Insgesamt wurden die zehn Gewinner-Intranets auf 26 unterschiedlichen Produkten aufgebaut - wesentlich weniger als die 41 in 2008 oder die 49 in 2007. Am auffälligsten war, dass die Hälfte der siegenden Intranets SharePoint benutzt, besondern die neueste MOSS Plattform (Microsoft Office SharePoint Server 2007).

Microsoft SharePoint Online für Internet-Sites

In seiner Keynote zur Microsoft SharePoint Conference 2009 in Las Vegas präsentierte Steve Ballmer u.a. ein Angebot, das von Microsoft gehostete SharePoint Online auch für öffentlich zugängliche Internet-Sites einzusetzen. SharePoint Online for Internet Sites soll dafür u.a. sowohl angepasste Search-Module des übernommenen Softwarehauses Fast umfassen, als auch einen Silverlight-basierten Mediaplayer-Web-Part.
Die Lösung könnte das Microsoft Angebot im Bereich Web Content Management (WCMS) nach unten abrunden und damit für kleine und mittlere Unternehmen noch interessanter machen.

SharePoint als WCMS bei Internetauftritten führender Markenanbieter

Warum und wie Tony Jones, Technology Director von Razorfish, SharePoint bei führenden Markenanbietern als WCMS einsetzt (90 min. Videovortrag, englisch).