Microsoft wird eine beschränkte BETA Testphase für den SharePoint Server 2010 bereits in zwei Monaten, im Juli 2009, beginnen. Daran wird sich eine öffentliche Testphase anschließen, für die jedoch noch kein Zeitplan feststeht. Erscheinen soll das Produkt dann im Rahmen des Office 2010 Releases in der ersten Jahreshälfte 2010.

Die neuen Leistungsmerkmale werden erst Stück für Stück bekannt. Layer2 stellt aktuell zusammen, was bisher zu hören war.
Microsoft wird eine beschränkte BETA Testphase für den SharePoint Server 2010 bereits in zwei Monaten, im Juli 2009, beginnen. Daran wird sich eine öffentliche Testphase anschließen, für die jedoch noch kein Zeitplan feststeht. Erscheinen soll das Produkt dann im Rahmen des Office 2010 Releases in der ersten Jahreshälfte 2010.

Zum beschränkten Betatest will Microsoft vor allem Enterprise-Kunden mit zielgruppen-spezifischen Deployments einladen. Tom Rizzo, bei Microsoft für die SharePoint Produkte verantwortlich, betonte, das solche Szenarien am besten geeignet sein, um Feedback zur neuen Version zu bekommen.

Abb.: Die neue einheitliche Benutzeroberfläche von Office 2010 auch in SharePoint (Ribbons)
SharePoint Server ist das bisher am schnellsten wachsende Microsoft Produkt. Rizzo machte in seiner Präsentation auf der TechEd deutlich, das der Trend stärker zu 64-Bit Versionen geht: SharePoint Server 2010 soll demnach die 64-Bit Version von SQL Server 2005 bzw. 2008 erfordern und auf 64-Bit Versionen von Windows Server 2008 laufen. Eine Unterstützung von Internet Explorer 6 sei nicht vorgesehen.

Abb.: Mit SharePoint 2010 editieren im WYSIWYG Modus (Live preview) auch mit Firefox
Zu den geplanten Verbesserungen wurden noch keine verbindlichen Angaben gemacht. Jedoch gibt es eine Reihe von Vermutungen, die sich auf Aussagen in Interviews, den Änderungen des letzten Service Packs sowie die zusätzlichen Leistungsmerkmale von SQL Server 2008 stützen:
- Statt auf CAML (Collaborative Application Markup Language) einer XML basierten proprietären Auszeichnungssprache die im Zusammenhang mit Microsoft SharePoint Technologie (Windows Sharepoint Services, Office SharePoint Server) verwendet werden kann, soll jetzt stärker auf den verbreiteten Standard XSLT gesetzt werden.
- Der XHTML-Standard soll ebenfalls besser unterstützt werden. Dies ist besonders im WCMS Bereich unabdingbar.
- Language Integrated Query LINQ wird vollständig integriert.

Abb.: Die Abfragesprache LINQ (Language Integrated Query) ist integriert in SharePoint 2010
- SharePoint 2010 wird eine "Web-enabled Ribbon Control” (Toolbar) ala Office erhalten und Silverlight Elemente stärker unterstützen (s. Screens).
- SQL Server 2008 unterstützt jetzt standardmäßig die Speicherung von BLOBs als Filestream außerhalb der Datenbank, auch über Transaktionen hinweg. Dies könnte die Datenbankgröße gerade bei Installationen mit vielen Dokumenten geringer halten.
- SQL Server 2008 unterstützt mit dem Sparse Column Konzept jetzt extrem viele Tabellen-Spalten (ca. 100000 werden angegeben), wie sie gerade von SharePoint möglicherweise benötigt werden könnten.
- SQL-Tabellen-ähnliches Verhalten für SharePoint Listen. Bill Gates sprach zumindest davon, SharePoint Listen noch besser abfragen zu können und Listen auch besser skalieren zu können.
- Bessere Zusammenarbeit mit Groove, z.B. um Inhalte Offline verfügbar zu machen – Ray Ozzie sprach jedenfalls davon und inzwischen ist auch der Name bekannt: SharePoint Workspace 2010.
- Weitere Verbesserungen bei der Suche durch die Integration von FAST Technologie. Eine direkte Unterstützung von Faceted Search gilt als sicher.
- Sehr wahrscheinlich ist auch eine Unterstützung des CMIS Standards. Content Management Interoperability Services sollen es SharePoint ermöglichen, auf der Basis von Standards mit anderen ECM’s via WebServices zu kommunizieren. Zumindest ist Microsoft den Gremien beigetreten und hat entsprechende Schritte angekündigt.
Am interessantesten wird jedoch die Integration des neuen, teilweise webbasierten Office-Paketes. Die Inhaltsbearbeitung kann dann bei Bedarf auch bei Dokumenten via Silverlight komplett im Browser erfolgen – ohne lokale Software-Installation.

Abb.: SharePoint 2010 mit eingebauter Unterstützung für Silverlight Web Parts
Man darf gespannt sein, was davon am Ende im Release zu finden sein wird. Genauer wissen das wohl nur Joel Oleson und Mike Watson, die schreiben zusammen bereits ein erstes SharePoint 14 Buch für den Verlag O’Reilly. Den Titel werden Sie jedoch vermutlich noch ändern müssen…

Abb.: Neue Webseiten-Themen für SharePoint 2010 erlauben die schnelle Anpassung des Designs